Dritter Vortrag
Mit dem Äußeren des Mondes ist es also so, wie ich es geschildert habe. Aber besonders wenn man von der Imagination zur Inspiration kommt, stellt sich einem gleich der Mond mit seinem geistigen Inhalte dar. Dieser geistige Inhalt des Mondes ist nun nicht bloß etwas, was man im abstrakten Sinne meint, sondern es ist eine wirkliche Mondenbevölkerung, und der Mond stellt sich in der geisteswissenschaftlichen Anschauung einem dar als eine Art Festung im Kosmos. Nach außen werden vom Monde nicht nur die Lichtstrahlen der Sonne, sondern die äußeren Wirkungen des Universums überhaupt auf die Erde zurückgestrahlt. Aber im Inneren des Mondes ist eine abgeschlossene Welt, eine Welt, die man heute nur erreicht, wenn man in einem gewissen Sinne zum Geistigen aufsteigt. Manches an Andeutungen, die sich in älteren Literaturen über die Beziehungen des Mondes zu anderem Wesenhaften im Kosmos finden, können Sie nachlesen und vergleichen mit dem, was jetzt aus der Anthroposophie heraus über das Wesen des Mondes gesagt werden kann.
Cite:
GA 223/1923-09-30/p027 · edition original