{"corpus":"steiner","locus":"GA 223/1923-09-30/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Aber es war ein ganz anderes Wissen als das heutige. Es war ein Wissen, das organische Kraft im Menschen war, das mit der Wachstumskraft und so weiter zusammenhing. Es war also diese Urweisheit von einem ganz andern Charakter, und das, was da geschah mit Bezug auf diese Urweisheit, kann ich nur durch einen Vergleich darstellen. Denken Sie sich, ich gieße in ein Glas erst irgendeine Flüssigkeit, gebe dann ein Salz hinein. Ich löse das Salz auf, so daß ich eine trübliche Flüssigkeit habe, dann mache ich irgend etwas, daß sich das Salz unten als Bodensatz niederschlägt und oben die Lösungsflüssigkeit übrigbleibt, dann ist die Lösungsflüssigkeit oben reinlicher, heller, und unten ist der Bodensatz dichter. Wenn ich nun das, was die Menschen durchwoben hat während der Zeit der alten Urweisheit, schildern will, so ist es so gemischt aus dem geistig ganz Reinen und dem physisch Animalischen. Wenn wir heute denken, so glauben wir, daß diese abstrakten Gedanken so, ohne irgend etwas zu sein in uns, walten und weben, und daß wiederum etwas für sich zum Beispiel das Atmen und die Blutzirkulation ist. Aber das war für den Urmenschen in den früheren Erdenzeiten alles eines: er mußte atmen, und sein Blut zirkulierte in ihm, und er wollte in der Blutzirkulation. Dann zog sich das Denken des Menschen mehr nach dem Kopfe herauf und wurde reinlicher, wie in dem Glase die dünner gewordene Flüssigkeit oben, und unten bildete sich sozusagen der Bodensatz.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-09-30","location":null,"word_count":239,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/223/1923-09-30/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/223/1923-09-30/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/223/1923-09-30/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}