{"corpus":"steiner","locus":"GA 223/1923-09-30/p033","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich schilderte Ihnen, wie man dazu kommt, in Wirklichkeit zu sehen, was in den Planeten, was in den Himmelsgebilden überhaupt lebt. Am Saturn muß man studieren, wie das Planetensystem in seinem kosmisch-historischen Werden beschaffen ist. Eine geistige Wissenschaft also kann erst wiederum dasjenige in der menschlichen Seelenverfassung geben, was dem Menschen wie eine kosmische Erfahrung vorkommen kann. Wir sprechen heute eigentlich nur von irdischen Erfahrungen. Kosmische Erfahrung führt uns hinaus zu einem Miterleben des Kosmos. Und erst wenn wir den Kosmos so miterleben, dann werden wir wiederum einen vergeistigten, spirituellen Instinkt dafür bekommen, was der Jahreslauf ist, in den wir mit unserem organischen und mit unserem sozialen Leben hineinverwoben sind. Wir werden einen Instinkt dafür bekommen, wie doch die Erde in einem ganz andern Verhältnis zum Kosmos steht im Frühling zum Sommer hin, und wiederum in einem andern Verhältnisse steht vom Sommer zum Herbst in den Winter hinein. Dann werden wir einen Sinn bekommen, wie das Leben auf der Erde anders dahinfließt, wenn der Frühling mit seinem Sprießenden und Sprossenden da ist, und wie es anders verläuft, wenn der Herbst mit seinem Ertötenden in der Natur da ist. Wir werden einen Sinn bekommen für den Unterschied des aufwachenden Naturlebens im Frühling von dem schlafenden Naturdasein im Herbst. Dadurch wird der Mensch wiederum reif werden, sich mit seinen Festen, die eine soziale Bedeutung haben können, in den Naturlauf so hineinzustellen, wie ihn die Naturkräfte durch seine physische Organisation hineinstellen in seinen Atmungsablauf und seine Blutzirkulation.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-09-30","location":null,"word_count":244,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/223/1923-09-30/p033","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/223/1923-09-30/p033"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/223/1923-09-30/p033","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}