Wiedergewinnung des lebendigen Sprachquells durch den Christus-Impuls

GA 224/1923-04-13/p014 ·1923-04-13 · original (original)
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Wenn wir in die ersten Zeiten der nachatlantischen Entwickelung, selbst noch bis ins Ägyptertum und Chaldäertum zurückgehen, so finden wir überall, wie der Quell, aus dem heraus die Erzengel schöpfen, um dem Menschen die Sprache zu vermitteln, die Inspiration ist. Da wird die Sprache so — sie macht eine Metamorphose durch -, daß vor allen Dingen die Worte Ausdruck werden für menschliche Sympathie und Antipathie, für menschliche Gefühle und Empfindungen überhaupt. An die Stelle der alten Willenssprache tritt eine Gefühlssprache. Und es ist vorzugsweise jener Zustand vorhanden, wo gefühlt wird an dem äußeren Vorgang oder dem äußeren Wesen dasjenige, was auch gefühlt wird, wenn aus den Tiefen der Menschenwesenheit durch die Sprachorgane die zum Worte artikulierten Laute kamen.

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