{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-04-28/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Heute möchte ich esoterisch einiges hinzufügen dem, was ich gestern im öffentlichen Vortrag sprechen durfte. Geradezu eine Art esoterischer Ergänzung soll es sein, was ich heute zu Ihnen sprechen möchte. Wenn der Mensch aus jenem Dasein, das ich gestern das vorirdische genannt habe, zuerst durch das Keimesleben hereinwächst in das physisch-irdische Dasein, so sehen wir, wie in diesem physischen Dasein das Geistig-Seelische, das im Anfang verborgen ist, sich aus dem physischen Leibe heraus geltend macht, wie das Kind gleichsam hereinschiäft in die physische Erdenwelt. Wir sehen, daß das Leben des Kindes im Verhältnis zur Umwelt geradezu noch eine Art Träumen ist, daß es allmählich erst erwacht. Dreierlei aber finden wir, das an besonders hervorragenden Punkten die Stufen dieses Erwachens darstellt. Von diesem Dreierlei wird einiges mit jener innigen Freude beobachtet, mit jener hingebungsvollen Liebe, mit der man das Kind, wenn man ein voller Mensch ist, immer beobachtet. Aber die volle Bedeutung dieser Dreiheit geht einem eigentlich erst auf, wenn man durch Geisteswissenschaft das geistig-seelische Leben im physischleiblichen Dasein beobachten kann. Diese Dreiheit ist das Gehenlernen, das Sprechenlernen und das Denkenlernen. Sie wissen, in einem wie frühen Lebensalter der Mensch diese Dreiheit durchmacht. So ist nämlich die sinngemäße Reihenfolge. Wir werden gleich sehen, warum diese sinngemäße Reihenfolge so sein muß. Sie kann anders sein, das Naturgemäße ist aber doch diese Reihenfolge.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Drei Etappen des Erwachens der menschlichen Seele","site_heading":null,"date":"1923-04-28","location":null,"word_count":220,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-04-28/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-04-28/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-04-28/p003","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}