{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-04-28/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und nun können wir uns die Frage beantworten: Wie kommt es, daß der Mensch, der ein Helligkeitsbewußtsein hatte vor der Geburt, dann ein dumpfes Bewußtsein hereinbringt? Ja, darin taucht dasjenige unter, was wir zusammenfassen können unter den Begriff Geh.kräfte, Sprachkräfte, Denkkräfte, die wir von den höheren Hierarchien hereinbekommen haben, um sie zu verwandeln. Wir sehen daher, wie das, was uns zu Menschen macht, wodurch wir Menschen unter Menschen sind, uns im Zusammenhang mit den höheren göttlich-geistigen Welten zeigt. Diese göttlich-geistigen Welten betreten wir während des irdischen Lebens in gewisser Weise immer wieder von neuem. Es ist so, daß wir uns sagen müssen: Für die eigentliche Wesenheit des Menschen ist der Schlafzustand, aus dem ja die Träume hervorspielen, zum mindesten von einer ebenso großen Wichtigkeit wie der Wachzustand. Wenn der Mensch aus dem wachen Zustand in den Schlafzustand übergeht, beginnen ja gerade diese drei Fähigkeiten zu schweigen, die sich der Mensch in der geschilderten Weise angeeignet hat. Es schweigt das Vorstellen, das Sprechen und Tun. Da sehen wir allerdings, wie der Mensch, indem das Denken schweigt, wenn wir einschlafen, in demselben Maße, in dem seine Gedanken aus seinem Bewußtsein schwinden, in die Nähe der Angeloi kommt, und wie er, wenn die Sprechfähigkeit aufhört, in die Nähe der Archangeloiwesenheiten kommt. In dem Maß, wie der Mensch vollständiger Ruhe hingegeben ist, kommt er durch Stillegung seines Tuns in die Nähe der Archaiwesen, der Urkräfte.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Drei Etappen des Erwachens der menschlichen Seele","site_heading":null,"date":"1923-04-28","location":null,"word_count":231,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-04-28/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-04-28/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-04-28/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}