Drei Etappen des Erwachens der menschlichen Seele
Was wir hier im Verein mit diesen Wesen anknüpfen, ist von maßgebender Bedeutung, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen. Denn man kann durch Geistesschau erkennen, wie der Mensch immer näher und näher kommen kann den Angeloi-, den Archangeloi-, den Archaiwesen. Es ist allerdings etwas, was sehr schlimm werden kann für die zukünftige Menschheit, wenn sie sich ganz hingibt an die ahrimanischen Elementarwesen, wenn der Materialismus des Denkens, Sprechens, Handelns immer mehr sich festsetzen wird. Aber dank der geistigen Welt haben die Menschenseelen heute noch wenigstens für die meisten Menschen - so viel Erbschaft an guter Gesinnung des Denkens, Sprechens und Handelns, daß durch den Materialismus von heute noch nicht alles verderbt werden kann. Sehr materialistische Menschen haben aus dem gegenwärtigen Erdenleben nicht viel, um in die Nähe der Hierarchien zu kommen, doch aus dem vergangenen Leben quillt empor, was sie hinbringt. Aber die Menschheit könnte sehr leicht einen andern Lohn entgegennehmen, wenn sie: nicht eine geistige Lebensauffassung gewinnt. Die Idealisierung des Denkens, des Sprechens, des Tuns gibt dem Menschen die Möglichkeit, gewissermaßen neue Verbindungen anzuknüpfen mit den drei Arten der göttlich-geistigen Wesenheiten, den Angeloi, den Archangeloi und den Archai, die der Mensch braucht für die Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Sonst müßte er in einer fernen Zukunft, wenn er nicht Zusammenhang hätte mit den Angeloi in dieser Zeit, als ein gedankengelähmtes Wesen geboren werden; wenn er nicht eine Verbindung eingegangen wäre mit den Archangeloi, als ein Wesen ohne Sprache; wenn er nicht Zusammenhang hätte mit den Archai, gelähmt an Gliedern und gelähmt an moralischen Impulsen geboren werden. Die Erdenmenschheit hat es in der Hand, durch Materialismus der Zivilisation und Kultur die ganze Erdenmenschheit zugrundezurichten, oder durch Vergeistigung sie zu einer höheren Höhe emporzuheben, die ich in meiner «Geheimwissenschaft» genannt habe das Jupiterdasein des Erdenwesens.
Cite:
GA 224/1923-04-28/p015 · edition original