{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-04-28/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Anthroposophie ist nicht eine Theorie. Jedes Wort, jeder Gedanke geht in unser ganzes Gedankenleben, in unser ganzes seelisches Menschenwesen über. Wir können nicht anders, als den Gedanken haben: Du bist ja ein verkrüppeltes Wesen, wenn du den richtigen Zusammenhang mit den höheren Wesenheiten nicht hast. - Das gibt uns auch ein Verantwortungsgefühl im moralischen Dasein gegenüber der geistigen Welt, und aus diesem kommt dem Menschen sein richtiges Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber der physischen Welt. Nur daraus kommt es. Wenn Sie sich besinnen darauf, was da an dem Menschen geschieht, wie er sich durch den Idealismus in seinen Gedanken in die Nähe der Angeloi bringt, wie er durch seine Worte, durch das, was’ an idealistischer Gesinnung enthalten ist im Sprechen, in die Nähe der Archangeloi bringt, durch das, was in seinen Handlungen an Idealismus enthalten ist, in die Nähe der Archai bringt, wie er sich während des Schlafes zu den drei Hierarchien hinaufringt, dann werden Sie auch begreiflich finden, was anthroposophische Forschung uns zeigt: daß dasjenige, was des Menschen Schicksal ist, in dieser Art gewoben ist. Das alles tragen wir durch die Pforte des Todes hindurch, und später wird es bewußt. Wir müssen nach dem Tode die Gedanken gestalten im Verkehr mit den Angeloi; mit dem, was wir an Gesinnung haben, müssen wir uns die Vorstellungen nach dem Tode erwerben. Die Art und Weise, wie wir uns durch die Sprache in die Menschheit hineinstellen, gibt uns die Fähigkeit, die Kraft, mit den Archangeloi zusammenzukommen. Durch die Art und Weise, wie wir unsere Glieder gebrauchen, müssen wir uns die Möglichkeit erwerben, durch den Verkehr mit den Archai ein Selbstbewußtsein nach dem Tode zu haben. So leben wir uns hinein, und so wird dasjenige gesponnen, was sich dann ausbildet in heller Bewußtseinskraft zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Drei Etappen Des Erwachens Der Menschlichen Seele","site_heading":null,"date":"1923-04-28","location":null,"word_count":294,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-04-28/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-04-28/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-04-28/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}