Drei Etappen des Erwachens der menschlichen Seele

GA 224/1923-04-28/p020 ·1923-04-28 · original (original)
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So sind die Dinge verwoben in der Weltenordnung, und man versteht den Menschen nur, wenn man ihn in seiner Verwobenheit mit der Weltenordnung ins Auge fassen kann. So versteht man nicht nur den einzelnen Menschen, sondern das Wesen eines lebenden oder absterbenden Sprachstammes, eines mangelhaften oder vollkommeneren Denkens. Der Mensch steht auf der Erde in einem gewissen Dualismus darin. Er sieht die Wesen abhängig von gewissen Naturgesetzen. Und demgegenüber hat der Mensch ein Bewußtsein seines Zusammenhanges mit der Gottheit. Hier auf dieser Erde gibt es keine Verbindung zwischen physischer und moralischer Weltenordnung. Aber wenn wir zurückschauen in das vorgeburtliche und ins nachtodliche Leben, dann treten wir in eine Welt ein, wo diese beiden Welten in eine einzige verschmolzen sind. Der Mensch kann auch nicht richtig beurteilen, was er selbst ist, wenn er nicht in der Lage ist, sich als geistiges Wesen recht einzusehen. Der Mensch kommt nicht zu einer einheitlichen Weltanschauung, wenn er nicht hinaussieht über Geburt und Tod, wenn er nicht hineinblickt in die höheren Welten. Der Mensch braucht, um sein ganzes, volles Wesen zu verstehen, ein Bewußtsein, das durchsetzt ist von der Erkenntnis seines Zusammenhanges mit der geistigen Welt. - Das sind die Dinge, die ich Ihnen heute in einer mehr esoterischen Weise sagen wollte.

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