Die Himmelfahrtsoffenbarung und das Pfingstgeheimnis

GA 224/1923-05-07/p004 ·1923-05-07 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Bei Begriffen und Ideen hat der Mensch die Meinung, daß er, wenn er den Begriff in sich aufgenommen hat, alles durchschaut habe, was in Betracht kommt. Bei dem Bilde, bei der Imagination, kann man eine solche Meinung nicht haben. Das Bild, die Imagination wirkt lebendig. Man möchte sagen, sie wirkt lebendig wie ein lebendes Wesen selber, sagen wir, ein lebendes Wesen wie der Mensch. Man mag es von dieser oder jener Seite kennengelernt haben, man wird aber immer wieder und wiederum neue Seiten kennenlernen. Und man wird sich nicht begnügen mit allerlei Definitionen, die die Sache umfassen sollen, sondern man wird sich aufschwingen wollen zu Charakteristiken, die von verschiedenen Seiten her dem Bilde beizukommen streben und die das Bild immer mehr und mehr zur Erkenntnis des Menschen bringen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/224/1923-05-07/p004.json
Cite: GA 224/1923-05-07/p004 · edition original