Die Himmelfahrtsoffenbarung und das Pfingstgeheimnis
Daß das geschehen kann, dazu vollendete der Christus Jesus seine Tat auf Golgatha. Und er vollendete sie so, daß er zehn Tage nach dem Himmelfahrtsereignis den Menschen die Möglichkeit sandte, nun auch mit dem innerlich Geistig-Seelischen, mit dem Ich und dem astralischen Leibe, sich mit dem Christus-Impulse zu durchdringen. Das ist das Bild vom Pfingstfeste: das Durchdringen des Geistig-Seelischen mit der das Mysterium von Golgatha verstehenden Kraft, die Sendung des Heiligen Geistes. Der Christus hat seine Tat für die ganze Menschheit vollbracht. Dem einzelnen, der diese Tat verstehen soll, dem einzelnen menschlichen Individuum hat er den Geist gesandt, so daß das Seelisch-Geistige den Zugang zu der allgemeinen Menschheitstat findet. Durch den Geist muß der Mensch innerlich geistig-seelisch das Christus-Mysterium sich aneignen.
Cite:
GA 224/1923-05-07/p034 · edition original