Die Schaffung eines Michael-Festes aus dem Geiste heraus Die Rätsel des inneren Menschen

GA 224/1923-05-23/p003 ·1923-05-23 · original (original)
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Ich möchte ausgehen von einer Betrachtung des in die Welt hereintretenden Menschen, des Menschen, der heruntergestiegen ist aus dem vorirdischen Dasein und seine ersten Schritte hier im Erdenleben macht. Wir wissen, daß bei diesem Eintritt in das Erdenleben ein Zustand unsere Seele beherrscht, der doch eine gewisse Ähnlichkeit hat mit dem immer sich wiederholenden Zustande des menschlichen Schlaflebens. Wie das gewöhnliche Bewußtsein beim Aufwachen eine Erinnerung nicht hat an das, was das menschliche Seelisch-Geistige vom Einschlafen bis zum Aufwachen durchgemacht hat — mit Ausnahme der bunten Mannigfaltigkeit der Träume, die aber auch eigentlich, wie wir ja wissen, dahinfluten mit dem Einschlafen oder mit dem Aufwachen, die eigentlich für das gewöhnliche Bewußtsein nicht herauskommen aus dem tiefen Schlafe -, wie also das gewöhnliche Bewußtsein sich an diese Zustände nicht erinnert, so hat ja dieses selbe Bewußtsein für das ganze Erdenleben nur eine Erinnerung bis zurück zu einem gewissen Zeitpunkte der Kindheit. Bei dem einen liegt er etwas früher, bei dem andern etwas später. Was davor liegt im Erdenleben, ist eigentlich für das gewöhnliche Bewußtsein so verhüllt wie die Ereignisse des Schlafzustandes. Es ist ja richtig, das Kind ist nicht in einem wirklichen Schlafe, es ist in einer Art träumerischer, unbestimmter inneren Tätigkeit, aber für das ganze spätere Leben ist dieser Zustand zunächst wenigstens einem traumerfüllten Schlafe nicht ganz fernliegend.

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