Die Schaffung eines Michael-Festes aus dem Geiste heraus Die Rätsel des inneren Menschen

GA 224/1923-05-23/p021 ·1923-05-23 · original (original)
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Wenn also nun die Rückwärtswanderung durch das Leben, die ich hier eben angedeutet habe, abgeschlossen ist, dann treten wir zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in ein Weltenleben ein, wo nun nicht um uns herum die Welt mit ihren Bergen, Wolken, Sternen, Meeren und so weiter ist, sondern wo die Rätsel des inneren Menschen unsere Umgebung sind — wo alles, was sich uns im Erdenleben über die Geheimnisse des inneren Menschen entzieht, dann unsere Umgebung ist. Hier auf dieser Erde leben wir ja innerhalb unserer Haut und wissen von der Sternen-, Wolken-, Berges-, Stein-, Tier- und Pflanzenwelt. Zwischen dem Tode und einer neuen Geburt wissen wir von dem Menschen; alle Geheimnisse des Menschen sind dann unsere Umgebung. Und glauben Sie nicht, daß das eine uninteressantere Umgebung ist als die Erdenumgebung! Gewiß, prachtvoll ist der Sternenhimmel, großartig sind die Berge und die Meere; aber dasjenige, was das Innere des Menschen in einem einzigen Gefäßchen ist, ist großartiger und gewaltiger, wenn wir es in seiner majestätischen Größe zwischen Tod und einer neuen Geburt um uns herum haben als dasjenige, was in unserer Erdenumgebung ist. Der Mensch ist die Welt zwischen Tod und einer neuen Geburt, und er muß die Welt sein, weil wir ein nächstes Erdenleben vorbereiten. Wir müssen dabei sein, um mit den Wesen der höheren Hierarchien zusammen den künftigen Erdenmenschen vorzubereiten. Wie wir hier unsere äußere Kultur und Zivilisation besorgen, wie wir hier auf der Erde Stiefel machen, Röcke machen, Telephone bedienen, Leute frisieren, Vorträge halten, Künstlerisches treiben und was heute alles zur Zivilisation gehört, so machen wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien zusammen dasjenige, was Mensch ist und was wir selber wiederum im physischen Leibe im nächsten Erdenleben werden. Das ist das geistige Kulturziel, und es ist gewaltiger, unendlich viel gewaltiger und großartiger als das irdische Kulturziel. Nicht umsonst haben die alten Menschen den physischen Menschenleib einen Tempel der Götter genannt, weil mit den Göttern, mit den Wesen der höheren Hierarchien zusammen dieser menschliche physische Leib zwischen dem Tode und einer neuen Geburt geformt wird. Das ist die Tätigkeit, da sind wir mit unserem Ich nun zwischen den Wesen der höheren Hierarchien, arbeiten an der Menschheit mit den Wesen der höheren Hierarchien zusammen. Wir wandeln gewissermaßen zwischen den Wesen der höheren Hierarchien nun herum, wir sind Geister unter Geistern.

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Cite: GA 224/1923-05-23/p021 · edition original