{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-05-23/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dieses Seelisch-Geistige muß zwischen Tod und neuer Geburt alle Geheimnisse des Leiblichen durchschauen, damit der Leib in einer richtigen Weise aufgebaut werden kann. Denn der Leib wird ja wirklich nicht von den Eltern und Voreltern allein aufgebaut. Das zu glauben, ist ein richtiger Unsinn der Wissenschaft - man darf schon dieses Wort aussprechen. Denn wie stellt sich die Wissenschaft ungefähr dieses Menschwerden vor? Nun, sie sagt: Wir haben unter den Stoffen Moleküle, die sind in einer komplizierten Weise aus Atomen aufgebaut. Das Eiweißmolekül, das in der Keimzelle enthalten ist, ist das allerkomplizierteste Molekül — natürlich kann das kein Wissenschafter beschreiben, aber er weist auf die ungeheure Kompliziertheit hin —, und weil es so kompliziert ist, kann ein Mensch daraus entstehen. - Es ist die einfachste Art von Menschenerklärung. Man sagt eben: Der ganze Mensch steckt da schon drinnen, es ist nur ein so kompliziert aufgebautes Molekül. -— Die Wahrheit ist aber, daß nur dadurch ein Mensch entstehen kann, daß das Eiweißmolekül ganz ins Chaos zurückfallen muß, Staub werden muß aus ungeordneter Materie. Wir haben draußen geordnete Materie, in Kristallen, in Pflanzen und so weiter. Wenn etwas entstehen soll, auch die Pflanze, auch das Tier, so muß erst die Materie völlig in Staub zurückfallen. Und wenn erst die Materie nicht mehr eine Form in sich bestimmt hat, dann wirkt der ganze Kosmos auf das.kleine Stückchen Materie, macht sich in ihm ein Bild.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Schaffung eines Michael-Festes aus dem Geiste heraus Die Rätsel des inneren Menschen","site_heading":null,"date":"1923-05-23","location":null,"word_count":231,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-05-23/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 259/1923-05-23","ga":"259","lecture":"1923-05-23","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}