Die Schaffung eines Michael-Festes aus dem Geiste heraus Die Rätsel des inneren Menschen
Ja, dieser Zustand, der uns also gewissermaßen von der geistigen Welt entfernt, weil wir schon den Weg zu der Erde herunter wieder suchen, dieser Zustand spiegelt sich nunmehr in dem Inneren, das der menschlichen Sprache zugrunde liegt. Nehmen Sie an, wir sprechen. Beim Kehlkopf sozusagen fängt es an — es ist nicht genau, aber ungefähr -, die andern Sprachorgane werden in Bewegung gesetzt. Aber hinter dem liegt ja das Wesentliche dann noch. Das Wesentliche liegt im Herzen, hinter dem Kehlkopf, liegt in der ganzen Atmung und in allem, was damit zusammenhängt. Das, was der Sprache da zugrunde liegt, ist ebenso ein irdisches Bild dieses Zustandes der Offenbarung, wo wir das Göttlich-Geistige nur mehr verschwommen wahrnehmen, wie das Gehenlernen, das Gleichgewichtsuchen ein irdisches Bild ist des Sich-Bewegens in der geistigen Welt. So erlebt das Kind, indem es sprechen lernt, wiederum einen Zustand, der durchgemacht ist zwischen Tod und neuer Geburt.
Cite:
GA 224/1923-05-23/p028 · edition original