Die Schaffung eines Michael-Festes aus dem Geiste heraus Die Rätsel des inneren Menschen

GA 224/1923-05-23/p031 ·1923-05-23 · original (original)
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Das ist es, was zur wirklichen Geist-Erkenntnis und damit auch zum künstlerischen Erfassen der Welt und zur religiösen Erfassung der Welt führt: daß wir jedes einzelne im physisch-sinnlichen Dasein auf das Geistige beziehen können. Diejenigen Menschen, die nur immer im allgemeinen vom Göttlich-Geistigen reden möchten, habe ich schon öfter verglichen mit einem Menschen, der auf eine Wiese hinausginge und dem gezeigt würde: Sieh einmal, dort sind Gänseblümchen, dort Löwenzahn, dort sind Zichorien, Wegwarte! - und der darauf sagen würde: Ach, das interessiert mich alles nicht! Blume, Blume, Blume ist alles. - Das ist bequem: Blume, Blume ist alles. Aber da differenziert sich doch etwas im Blumensein! Und so ist es auch in der geistigen Welt. Es ist natürlich bequem, zu sagen: Allem Sinnlich-Physischen liegt ein Geistiges zugrunde. — Darauf aber kommt es an, daß wir immer mehr und mehr wissen, welches Geistige dem einzelnen Physisch-Sinnlichen zugrunde liegt, denn nur dadurch können wir aus dem Geist heraus tatsächlich wiederum eingreifen in den physisch-sinnlichen Gang des Lebens.

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Cite: GA 224/1923-05-23/p031 · edition original