{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-05-23/p043","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Was ist es für ein Fest? Es ist dasjenige Fest, das uns erinnern soll und das die Menschen einmal mit aller Lebendigkeit erinnert hat daran, daß ein Gott zur Erde herniedergestiegen ist, in dem Menschen Jesus von Nazareth Wohnung genommen hat, damit in der Zeit, in der sie sich näherten der Ich-Entwickelung, die Menschen in entsprechender Weise zurückfinden können den Weg durch den Tod in das geistige Leben hinein. Das habe ich öfter hier auseinandergesetzt. So daß also das Osterfest dasjenige Fest ist, in dem der Mensch anschaut Tod und darauf folgende Unsterblichkeit in dem Mysterium von Golgatha. Wir schauen dieses Frühlingsfest in dem richtigen Sinne an, wenn wir uns sagen: Der Christus hat bekräftigt die Unsterblichkeit des Menschen, indem er selber den Tod besiegt hat. Aber wir Menschen verstehen die Unsterblichkeit des Christus Jesus nur richtig, wenn wir uns während des Erdenlebens dieses Verständnis aneignen, das heißt, wenn wir in unserer Seele unser Verhältnis zu dem Mysterium von Golgatha beleben und wenn wir loskommen können von jener materialistischen Vorstellung, die von dem Mysterium von Golgatha alles Geistige wegsondern will. Heute will man gar nicht mehr den Christus gelten lassen, sondern nur noch den «schlichten Mann aus Nazareth», den Jesus. Man geniert sich gewissermaßen vor seiner eigenen Wissenschaftlichkeit, wenn man zugeben sollte, daß das Mysterium von Golgatha ein geistiges Geheimnis mitten im Erdendasein enthält: Tod und Auferstehung des Gottes. Aber wenn wir das geistig erleben, dann bereiten wir uns auch vor, anderes geistig zu erleben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Schaffung eines Michael-Festes aus dem Geiste heraus Die Rätsel des inneren Menschen","site_heading":null,"date":"1923-05-23","location":null,"word_count":245,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p043","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p043"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-05-23/p043","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 259/1923-05-23","ga":"259","lecture":"1923-05-23","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}