Die Schaffung eines Michael-Festes aus dem Geiste heraus Die Rätsel des inneren Menschen

GA 224/1923-05-23/p048 ·1923-05-23 · original (original)
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Wenn wir die Kraft haben, aus dem Geiste heraus solch ein Fest zu schaffen, das in unser soziales Leben wiederum Gemeinsamkeit hereinbringt, dann werden wir das aus dem Geiste heraus getan haben. Denn dann werden wir unter uns etwas gestiftet haben, wozu der Geist den Ursprung bildet. Wichtiger als alles übrige soziale Nachdenken und dergleichen, das in den jetzigen verworrenen Verhältnissen doch nur dann zu etwas führen kann, wenn der Geist darinnen ist, wäre es zunächst, daß eine Anzahl verständnisvoller Menschen sich zusammenfänden, um wiederum aus dem Kosmos heraus auf Erden etwas zu stiften wie ein Michaelifest, das würdig des Osterfestes, aber als Herbstfest das Gegenstück zum Osterfest wäre. Könnte man sich entschließen, etwas, wozu es Motive nur in der geistigen Welt gibt, was aber dann unter die Menschen wiederum gemeinsames Fühlen brächte bei einem solchen Fest, das aus der vollen, frischen Menschenbrust noch in unmittelbarer Gegenwart geschaffen wäre, so würde es etwas geben, was die Menschen sozial wieder bindet. Denn die Feste haben die Menschen in alten Zeiten sozial fest gebunden. Denken Sie nur, was für die Feste und zu den Festen für die ganze Kultur getan, gesprochen und gedacht worden ist! Das ist dasjenige, was durch die Fixierung der Feste aus dem unmittelbaren Geiste heraus sich in das Physische hineingelebt hat.

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