{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-06-21/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Aber wenn wir nun hinblicken auf den ganzen Umfang derjenigen Gedanken, die uns in unserem ganzen irdischen Leben vom Aufwachen bis zum Einschlafen erfüllen und wir in dieser Betrachtung, in diesem Hinschauen ehrlich sind, dann werden wir uns sagen: Der größte Teil unserer Gedanken in unserem Erdenleben ist in irgendeiner Weise von außen, von den Sinneseindrücken, von den Erlebnissen, die mit den materiellen Vorgängen des Erdendaseins zusammenhängen, abhängig. Und unsere Gedanken verlaufen in innigem Zusammenhang mit dem Erdenleben, so daß wir gerade das Wertvollste im Menschenleben während unseres Daseins zwischen der Geburt und dem Tode mit dem Erdenleben verbinden. Wenn wir aber das vollständige Menschenleben auf Erden anschauen, wie wir es von gewissen Gesichtspunkten gerade in den letzten Vorträgen getan haben, die ich hier halten durfte, dann muß uns auffallen, daß mindestens ein Drittel unseres Erdendaseins gedankenlos verläuft. Wenn wir mit den gewöhnlichen Hilfsmitteln unseres irdischen Bewußtseins zurückblicken auf unser Erdenleben, dann gliedern wir ja eigentlich immer nur die Tageserlebnisse an die Tageserlebnisse, wir lassen die Schlafeserlebnisse, welche im Unbewußten liegenbleiben, selbstverständlich aus. Aber damit lassen wir bei einer gewöhnlichen Rückschau auf unser Erdenleben zum mindesten ein Drittel unseres Erdenlebens aus unserer Betrachtung weg. Das ist selbstverständlich, weil dieses Drittel, das verschlafene Drittel dieses Erdenlebens, im Unbewußten liegenbleibt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Unser Gedankenleben in Schlafen und Wachen und im nachtodlichen Dasein","site_heading":null,"date":"1923-06-21","location":null,"word_count":208,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-06-21/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-06-21/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-06-21/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}