{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-06-21/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir nämlich des Morgens aufwachend zurückkehren in unseren physischen und Ätherleib, so wird das gewöhnliche Bewußtsein sehr rasch hineingedrängt in diesen physischen und Ätherleib, und es wird dieses gewöhnliche Bewußtsein nur gewahr, daß dann die äußeren Dinge Eindrücke zu machen beginnen, daß wir dann Sinneswahrnehmungen haben, die wir gedanklich verarbeiten, von den äußeren gegenwärtigen Gegenständen Sinneswahrnehmungen haben. Wenn der Mensch aber dazu gelangt, viel bewußter in seinen physischen und Ätherleib unterzutauchen, dann trifft er beim Aufwachen auf das Denken, das fortwährend zwischen dem Einschlafen und Aufwachen stattgefunden hat in ihm. Er war nur nicht dabei mit seinem Ich und astralischen Leib. Er denkt, das heißt, der physische Leib und der Ätherleib sind in einer fortwährenden Gedankentätigkeit zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen, nur ist der Mensch mit seinem Ich und astralischen Leib außer dieser Gedankentätigkeit, er macht sie nicht mit und glaubt, sie sei nicht vorhanden. Er befindet sich da in einer großen Selbsttäuschung über sich. Und da man dasjenige, was im normalen Leben schön harmonisch eingegliedert ist in die gesamte Natur des Menschen, überhaupt in die gesamte Natur der Wesen, besonders gut dann erkennen kann, wenn es herausgerissen aus der Harmonie, abnorm auftritt, so kann der Mensch auch schon aus äußeren Erfahrungen, wenn sich diese im Zusammenhang der Welt ergeben, darauf kommen, daß er nicht nur zwischen dem Einschlafen und Aufwachen denkt, sondern daß er sogar gescheiter denkt zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, wenn er nicht dabei ist, als wenn er dabei ist. Wir kommen nämlich zu dem, ich möchte sagen, deprimierenden Selbstgeständnis, wenn wir die ganze Sachlage überschauen, daß unser Ätherleib schlechter denkt, wenn wir, dem Ich und dem astralischen Leib nach, mit dem normalen Bewußtsein darinnenstecken, als wenn wir nicht darinnenstecken. Wir verderben die in unserem Ätherleibe ablaufenden Gedanken dadurch, daß wir mit unserem gewöhnlichen Bewußtsein darinnenstecken.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Unser Gedankenleben in Schlafen und Wachen und im nachtodlichen Dasein","site_heading":null,"date":"1923-06-21","location":null,"word_count":301,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-06-21/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-06-21/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-06-21/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}