{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-06-21/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Zunächst müssen wir uns ja gestehen: Was wir als den Inhalt unseres Bewußtseins im Erdenleben anerkennen, das schmilzt von uns hinweg im Laufe von wenigen Tagen. Dasjenige, was wir gar nicht achten im Laufe des Erdenlebens, weil es in das Unbewußte des Schlafes getaucht ist, das taucht nachher auf, indem wir es wirklich durchleben ja, wirklich durchleben. Nämlich in jenen irdischen Schlafzuständen durchleben wir mit unserem Ich und astralischen Leib rückwärtslebend bildhaft nur die wachen Ereignisse. Indem wir durch die Pforte des Todes schreiten, tauchen wir in die geistige Substanz ebenso unter, wie wir hier in materielle Substanz untertauchen, wenn wir Erdenmenschen werden. Man könnte schon sagen: Wie wir, indem wir Erdenmenschen werden, einen physischen und einen ätherischen Leib erhalten, so erhalten wir eine höhere Wesenhaftigkeit als äußere Umhüllung, eine geistige Umhüllung, wenn wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Dadurch aber machen wir dasjenige, was wir hier nur bildhaft durchleben in Schlafzuständen, dann real durch. Das ist wirkliches, reales Erleben, ebenso wirkliches Erleben, wie das im physischen Leibe verbrachte Erdenleben wirkliches Erdenleben enthält. Und erst an dieses wirkliche Erleben, das eine in der Wirklichkeit erfolgte Wiederholung des Bild-Erlebens jedes Schlafzustandes ist, erst an dieses schließen sich dann jene Erlebnisse an, die wir im weiteren Verlaufe unseres Lebens zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchmachen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Unser Gedankenleben in Schlafen und Wachen und im nachtodlichen Dasein","site_heading":null,"date":"1923-06-21","location":null,"word_count":217,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-06-21/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-06-21/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-06-21/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}