II. Das Mysterium des Kopfes und das des unteren Menschen
Sie werden sagen: Die Dinge sind übertrieben. — Sie sind eben nicht übertrieben! Bloß die Tiefe des Schlafzustandes, der die Menschheit befallen hat in bezug auf die größten Fragen des geistigen Lebens, die Tiefe dieses Schlafzustandes ist eben untertrieben, nicht ist das, was ich gesagt habe, übertrieben, sondern die allgemeine Anschauung über diese Dinge ist eben untertrieben. Und man muß, wenn überhaupt ein gesundes Fundament entstehen soll für ein zukünftiges Geistesleben, diese ganze schwerwiegende Tatsache, wie ich sie eben charakterisiert habe, sich vor die Seele rücken, mit aller Intensität sich vor die Seele rücken. Denn dadurch ist ja überhaupt das Interesse der Menschheit für die geistige Welt ausgeschaltet worden aus der Entwickelung dieser Menschheit. Und nach und nach wurde die Sache so, daß man jemanden um so mehr für einen großen Wissenschafter gehalten hat, je weniger er geistige Probleme nur überhaupt berührt hat. Das war die Situation um die Jahrhundertwende.
Cite:
GA 225/1923-05-06/p014 · edition original