VII. Die gnostischen Grundlagen des Vorchristentums Imagination von Europa
In der Gegenwart, in der sich vieles entscheidet und in der an die Menschheit sehr große Fragen gestellt sind, ist es notwendig, daß man auch bei der Betrachtung der zeitgenössischen Erscheinungen sich bis zum Geistigen hinauferhebt. Das Geistige ist ja nun einmal kein Abstraktes, sondern ein solches, das sich über dem Physischen erhebt und in das Physische seine Wirkungen hereinsendet. Und derjenige Mensch, der lediglich das Physische, meinetwillen auch das Physische durchgeistet sieht, der beobachtet immerhin nur einen Teil derjenigen Welt, in die der Mensch mit seinem Denken und Tun eingeschaltet ist. Das hatte durch Jahrhunderte hindurch eine gewisse Berechtigung. Diese Berechtigung ist aber für die Gegenwart und die nächste Zukunft nicht mehr vorhanden. Und so sehen Sie denn heute damit den Anfang gemacht, hinzuweisen auf Ereignisse unserer Gegenwart in ihrem unmittelbaren Zusammenhange mit Ereignissen, die sich eben in der geistigen Welt abspielen, und mit dem Physischen, das auf Erden geschieht.
Cite:
GA 225/1923-07-15_02/p003 · edition original