IX. Drei Perspektiven der Anthroposophie Die seelische Perspektive

GA 225/1923-07-21/p022 ·1923-07-21 · original (original)
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Nun, wenn wir mit unserem Geistig-Seelischen nicht verschmolzen mit unserm physischen Leibe, sondern abgesondert von ihm leben würden, dann würde das für unsere Seele einen ganz unnennbaren, unerträglichen Schmerz bedeuten; denn jeder Schmerz entsteht schon dadurch, daß das Organ nicht richtig funktioniert, daß das Organ erkrankt, daß wir vertrieben werden aus einem Teil unseres physischen Leibes. Würden wir ganz vertrieben sein, würden wir, wenn ich mich so ausdrücken darf, «extra» von unserem physischen Leibe sein, so müßten wir einen unnennbaren Schmerz erleben. Jeden Morgen beim Aufwachen droht uns gewissermaßen dieser Schmerz. Wir überwinden ihn dadurch, daß wir untertauchen in unseren physischen und Ätherleib und uns mit ihnen verbinden.

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