IX. Drei Perspektiven der Anthroposophie Die seelische Perspektive

GA 225/1923-07-21/p063 ·1923-07-21 · original (original)
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Während Hartmann auf den Untergang der Erde in einer so dämonischen Weise gesonnen hat, wie es eigentlich nur ein Mensch ersinnen könnte, der im physischen Leibe schlafen würde, aber dann hellsehend im physischen Leibe würde - während Hartmann dadurch zu einer intellektuellen Ausgestaltung des Erdenleidens gekommen ist, hat ein Mensch, der ihm befreundet war, der mit ihm viele Briefe gewechselt hat, sich windend auf dem Krankenlager in wirklichen Schmerzen, bei dem es so geworden ist, daß viele Organe sein Geistig-Seelisches nicht in das Physische hereingelassen haben, der das Erdenleiden eben erlebt, nicht erdacht hat, nur in einer satirischen Weise die Seelenlosigkeit seines Zeitalters behandeln können. Das ist Robert Hamerling, der in den achtziger Jahren seinen «Homunkulus» geschrieben hat, indem ihm aufging die Perspektive der Seelenlosigkeit des Zeitalters, jener Mensch, der nur im Äußeren strebt, der im Äußeren nur immer mehr und mehr zusammenrafft, der schließlich zum Billionär wird — diese furchtbare Perspektive des seelenlosen Zeitalters stand Hamerling vor dem Seelenauge. Und den seelenlosen Billionär, den Homunkulus, der nicht unter der Mitwirkung des Seelischen, sondern nur auf mechanische Weise, durch mechanische Zeugung zur Welt kommt, den läßt Hamerling mit dem seelenlosen Elementargeist, mit der Nixe, mit der Lorelei sich vermählen.

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