Erster Vortrag

GA 226/1923-05-16/p020 ·1923-05-16 · original (original)
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Wenn man mit imaginativer, inspirierter und intuitiver Erkenntnis ausgerüstet auf dasjenige hinschauen kann, was sonst unbewußt bleibt, was sich mit dem Menschen zwischen dem Einschlafen und Aufwachen vollzieht, dann sieht man, wie jede Nacht der Mensch sein tagwachendes Leben zurücklebt. Ja, es ist so, der Mensch lebt jede Nacht sein tagwachendes Leben zurück, der eine schneller, der andere langsamer, man kann es in fünf Minuten, man kann es in einer Minute zurückleben. Bei diesen Dingen spielen ganz andere Zeitverhältnisse eine Rolle als im gewöhnlichen äußeren Leben des Erdendaseins. Aber nehmen wir die gewöhnliche Nacht, so kann man auf dasjenige mit imaginativer Erkenntnis, mit inspirierter Erkenntnis blicken, was da Ich und astralischer Leib durchleben. Da durchleben sie in der Tat rückwärtslaufend dasjenige, was seit dem letzten Aufwachen in der physischen Welt durchgemacht worden ist. Jede Nacht durchleben wir den Tag, aber in rückwärtiger Ordnung. Jede Nacht durchleben wir dasjenige, was wir zuletzt am Abend gemacht und erfahren haben, dann das etwas Frühere, dann das noch etwas Frühere, dann das weiter etwas früher Zurückliegende. In rückwärtiger Folge machen wir in der Nacht die Tageserlebnisse durch, und in der Regel wachen wir dann auf, wenn wir beim Morgen angekommen sind.

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