Erster Vortrag

GA 226/1923-05-16/p022 ·1923-05-16 · original (original)
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Wenn nun der Moment kommt, wo der Mensch durch die Pforte des Todes tritt, trennt sich nach und nach - es dauert ja einige Tage -, nachdem der physische Leib abgelegt ist, das, was ich Ätherleib oder Bildekräfteleib in meinen Schriften genannt habe, von dem Ich und von dem astralischen Leibe. Diese Trennung ist so, daß der Mensch fühlt, indem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, wie seine Gedanken, die er bisher nur als etwas angesehen hat, was in ihm selber ist, Realitäten sind, Wirklichkeiten, die sich immer mehr ausbreiten. Der Mensch hat das Gefühl zwei, drei, vier Tage nach dem Tode: Du bestehst eigentlich aus Gedanken, aber diese Gedanken gehen auseinander. - Der Mensch wird als Gedankenwesen immer größer und größer, und endlich löst sich das ganze Gedankenwesen des Menschen in den Kosmos auf. Aber in demselben Maße, in dem sich das Gedankenwesen, das heißt der Ätherleib, in den Kosmos auflöst, konzentriert sich jetzt dasjenige, was auf andere Weise erlebt worden ist als durch das gewöhnliche Bewußtsein.

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Cite: GA 226/1923-05-16/p022 · edition original