Zweiter Vortrag

GA 226/1923-05-17/p028 ·1923-05-17 · original (original)
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Und wenn ich gestern sagen mußte: In einem gewissen Sinne ist dasjenige, was wir hier auf Erden an Erfahrungen, an Erlebnissen uns aneignen, eine Nahrung für den Kosmos -, so müssen wir nun sagen: Nachdem wir das, was wir hier in einem Erdenleben als für den Kosmos brauchbar - als Nahrung oder als Heizmaterial - bewahrt haben, an den Kosmos hingegeben haben, da bekommen wir aus der Fülle des Kosmos heraus all diejenigen Substanzen, aus denen wir den neuen Menschen, den wir später beziehen werden, wiederum weben. Da lebt der Mensch, indem er wirklich ganz hingegeben ist an eine geistige Welt, als Geist. Sein ganzes Weben und Wesen ist ein geistiges Arbeiten und ein geistiges Sein. Das dauert eine lange Zeit. Denn wirklich - man muß es immer wieder betonen -, dasjenige zu weben, was der Mensch ist, ist etwas ganz Gewaltiges und Großartiges. Und in alten Mysterien hat man nicht mit Unrecht den menschlichen physischen Leib einen «Tempel der Götter» genannt. Dieses Wort hat schon eine tiefe Bedeutung. Man lernt die ganze tiefe Bedeutung dieses Wortes immer mehr und mehr fühlen, je mehr man Einblick in die ganze Initiationswissenschaft gewinnt, in dasjenige, was als das Leben des Menschen selber zwischen dem 'Tode und einer neuen Geburt vor sich geht. Da lebt man aber auch so, daß man, ich möchte sagen, unmittelbar ansichtig wird der Geistwesen als Geistwesen. Das dauert längere Zeit. Dann tritt ein anderer Zustand ein.

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Cite: GA 226/1923-05-17/p028 · edition original