Zweiter Vortrag

GA 226/1923-05-17/p029 ·1923-05-17 · original (original)
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Dasjenige, was vorher war, war so, daß man die einzelnen Geistwesen als Individualitäten wirklich geschaut hat. Man lernte sozusagen von Angesicht zu Angesicht, indem man mit ihnen arbeitete, die Geistwesen kennen. Dann tritt einmal ein Zustand ein, wo - ich möchte sagen, es ist nur bildlich gesprochen, aber man kann für diese Dinge ja nur Bilder anwenden - diese Geistwesen immer undeutlicher und undeutlicher werden und mehr ein allgemeines Geistgebilde auftritt. Man kann das so aussprechen, daß man sagt: Eine gewisse Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt erlebt man so, daß man unmittelbar mit den Geistwesen lebt. Dann kommt eine Zeit, wo man nur in der Offenbarung der Geistwesen lebt, wo sie sich einem offenbaren. - Ich will ein recht triviales Gleichnis gebrauchen. Wenn Sie in der Ferne so eine kleine graue Wolke sehen, so können Sie sie für eine kleine graue Wolke halten, gehen Sie näher hinzu, so entpuppt sie sich Ihnen als ein Mückenschwarm. Sie sehen jetzt jede einzelne Mücke. Hier ist es umgekehrt. Sie nehmen wahr - zuerst als einzelne Individualitäten — die göttlich-geistigen Wesenheiten, mit denen Sie arbeiten. Dann leben Sie sich hinein, so daß Sie die allgemeine Geistigkeit wahrnehmen wie den Mückenschwarm als Wolke, wo die einzelnen Individualitäten mehr verschwinden, und Sie leben dann, ich möchte sagen mehr auf pantheistische Weise in einer allgemeinen geistigen Welt.

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Cite: GA 226/1923-05-17/p029 · edition original