{"corpus":"steiner","locus":"GA 226/1923-05-18/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn sich der Mensch mit seiner Seele in den Schlaf hinein begibt, ist der erste Zustand, den er durchmacht - das alles verläuft im Unbewußten, aber es ist durchaus lebensvoll da -, der, daß er sich wie in einem allgemeinen Weltenäther lebend fühlt. Ich sage, fühlt, es ist ein unbewußtes Fühlen, aber man kann die Dinge nicht anders ausdrücken als dadurch, daß man Ausdrücke aus dem gewöhnlichen Bewußtsein gebraucht. Er fühlt sich gewissermaßen ausgedehnt in den ganzen Kosmos. Und die bestimmte Anschauung, die man gehabt hat, die ein Verbundensein mit den Dingen bedeutet, die in der Erdenumgebung um uns herum sind, diese bestimmten Wahrnehmungen hören auf. Ein allgemeines Miterleben mit dem Weben und Treiben des Kosmos tritt da zunächst ein. Das ist damit verbunden, daß man sich gewissermaßen als Seele im Bodenlosen erlebt. Bei diesem Erleben im Bodenlosen tritt ein starker Trieb der Seele ein, göttlich gestützt zu sein, so daß wir eigentlich jeden Tag beim Einschlafen das religiöse Bedürfnis gerade während des Schlafzustandes erleben, die ganze Welt durchsetzt und durchwellt zu haben mit einem Göttlich-Geistigen, das überall ausgebreitet ist. Das erleben wir eigentlich im Einschlafen. Und wir bringen uns durch unsere ganze Menschheitskonstitution in den Wachzustand dieses Bedürfnis nach dem Göttlichen mit. Wir verdanken dem Schlaferlebnisse jeden Tag aufs neue die Auffrischung unseres religiösen Bedürfnisses.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-05-18","location":null,"word_count":216,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/226/1923-05-18/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/226/1923-05-18/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/226/1923-05-18/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 277d/1923-05-18","ga":"277d","lecture":"1923-05-18","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}