Dritter Vortrag

GA 226/1923-05-18/p007 ·1923-05-18 · original (original)
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So führt uns die Betrachtung des ganzen Wesens des Menschen eigentlich erst in die Erkenntnis der Lebenszustände, die wir durchmachen. Wir leben im Grunde genommen recht gedankenlos, indem wir nur das Leben durchführen, das vom Morgen bis zum Abend bewußt verläuft, denn vieles spielt aus dem nächtlichen Erleben herein. Der Mensch ist sich nicht immer klar, woraus sein lebendiges religiöses Bedürfnis kommt. Es kommt von diesem allgemeinen Erleben, das wir im ersten Zustand des Schlafes allnächtlich haben, auch haben, wenn auch vielleicht mit geringerer Intensität, wenn wir ein Nachmittagsschläfchen machen.

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