Dritter Vortrag
Derjenige, der imaginativ und inspiriert vorstellen kann, erlebt dann diesen objektiven Vorgang im astralischen Leibe als Angstzustand, aber dieses, was von der Angst objektiv ist, macht der Mensch jede Nacht wirklich durch, weil er in seiner Seele aufgeteilt wird. Und wie wird er aufgeteilt? Er wird tatsächlich jede Nacht aufgeteilt an die Sternenwelt. Ein Teil unseres Wesens strebt hin nach dem Merkur, ein anderer Teil des Wesens nach dem Jupiter und so weiter. Nur muß ich, um den Vorgang, der sich hier abspielt, ganz richtig zu charakterisieren, sagen, das ist beim gewöhnlichen Schlaf nicht so wie auf dem Wege zwischen Tod und neuer Geburt, wo wir tatsächlich zu den Sternenwelten hinaufdringen, sondern während der Nacht machen wit dieses Aufgeteiltsein durch, indem wir nicht wirklich an die Sterne aufgeteilt werden, sondern an die Nachbilder der Sterne, die wir während unseres Lebens fortwährend in uns tragen. An Nachbilder des Merkur, der Venus, des Mondes, der Sonne und so weiter werden wir während des nächtlichen Schlafes aufgeteilt. Also da handelt es sich um Nachbilder, nicht um die ursprünglichen Sterne selbst.
Cite:
GA 226/1923-05-18/p010 · edition original