Dritter Vortrag

GA 226/1923-05-18/p026 ·1923-05-18 · original (original)
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Wenn wir das bewußt tun müßten, unseren Organismus aus dem völligen fall- und gleichgewichtslosen Zustand hineinfügen in einen festen Gleichgewichtszustand zu den drei Raumesrichtungen, wobei wir sogar als Kind lernen, diesen Gleichgewichtszustand festzuhalten, indem wir gehenlernend diese Art Pendelbewegungen ausführen mit unseren Beinen, ist das eine so gewaltige mechanische Aufgabe, die da unbewußt das Kind vollführt, weil es sie als Nachklang vollführt dessen, was es durchlebt hat unter Geistern zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, ist das etwas so Umfassendes, so Großartiges, daß keine menschliche Wissenschaft des allergrößten Ingenieurs imstande wäre, es auszurechnen. Wie da die Menschenkräfte sich hineinfügen in den Raumzusammenhang der Welt, was da der Mensch unbewußt vollbringt als Kind, das ist das denkbar Großartigste an der Entwickelung mathematisch-mechanisch-physikalischer Kräfte. Wir bezeichnen das mit dem einfachen Ausdruck des Gehenlernens. Allein in diesem Gehenlernen liegt eben etwas ganz Großartiges.

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