Vierter Vortrag

GA 226/1923-05-19/p005 ·1923-05-19 · original (original)
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Und insbesondere unbewußt bleiben, vollständig unbewußt können wir sagen, die Willensimpulse des Menschen. Stellen Sie sich nur einmal vor, wieviel Sie von etwas wissen, was Sie ein Wollen nennen. Nehmen Sie nur an, Sie strecken die Hand aus, um irgend etwas zu ergreifen. Sie haben zuerst die Vorstellung davon, daß Sie die Hand ausstrecken werden. Darinnen liegt Ihre Absicht. Wie aber diese Absicht nun hinunterströmt in Ihren ganzen Organismus, wie diese Absicht sich den Muskeln, den Knochen mitteilt, damit die Hand den Gegenstand ergreifen kann, davon wissen Sie ebensowenig, wie Sie von dem wissen im gewöhnlichen Bewußtsein, was während des Schlafes mit Ihrem Ich vorgeht. Erst wenn Sie den Gegenstand ergriffen haben, dann nehmen Sie wiederum wahr die Bewegung des Ergreifens, also wiederum eine Vorstellung. Was zwischen dieser Vorstellung, welche die Absicht bildet, und der Vorstellung liegt, die Sie dann haben, wenn Sie die Absicht in der äußeren Ausführung sehen, was dazwischen liegt, was da in Ihrem Organismus vor sich geht, das verschlafen Sie auch bei wachendem Bewußtsein. Das Wollen ist ein Schlafen, das Fühlen ist ein Träumen, und nur das Vorstellen, das Denken ist ein wirkliches Wachen.

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