Vierter Vortrag

GA 226/1923-05-19/p024 ·1923-05-19 · original (original)
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Solche Dinge müssen, wenn man den Menschen in seinem ganzen Wesen richtig verstehen will, allseitig durchschaut werden. Wie das nun mit dem ganzen Menschenleben ist, möchte ich Ihnen noch an einer andern Tatsache klarlegen. Gehen wir noch einmal zu dem Schlafzustande zurück, zu den Erlebnissen, die der Mensch vom Einschlafen bis zum Aufwachen durchmacht. Da geht der Mensch mit seinem Ich und seinem astralischen Leibe in die geistige Welt hinein, eigentlich zum Ausgangspunkte des Lebens zurück. Aber das Ich und der astralische Leib weben das Zukunftsschicksal. Wenn nun das Ich und der astralische Leib wiederum zurückkehren in den physischen Leib, dann ist jede Nacht ein neues Stück Schicksal gewoben. Aber der Mensch versteht noch nichts von diesem Schicksal im gewöhnlichen Bewußtsein. Er dringt wiederum zurück in seinen Ätherleib und in seinen physischen Leib. Im Ätherleib sind die Gedanken zurückgeblieben. Die Gedanken sind nicht in dem nachtschlafenden Zustande mitgegangen. Der Mensch glaubt nur, daß, wenn er im Bette ist, er nicht denkt. Er denkt fortwährend, nur weiß er nichts davon, weil er mit seinem Ich und mit seinem astralischen Leibe außer dem Denken ist. Denn das Denken besteht in einer Tätigkeit des Ätherleibes. Sie können bei demjenigen, was stärkeren Eindruck auf Sie macht, das eigentlich sehr leicht im gewöhnlichen Leben auch beobachten. Denken Sie nur einmal, Sie waren etwa zum ersten Male bei einer Sie besonders anregenden Symphonie. Sie werden in der Nacht, wenn Sie dazu die besondere Veranlagung haben, oftmals aufwachen können und Sie wachen immer in die Töne dieser Symphonie hinein auf, weil Ihr Ätherleib die ganze Nacht in dieser Symphonie fortvibriert. Die hört nicht auf in Ihnen. Es ist gar nicht notwendig, daß Sie dabei sind, damit die Symphonie in Ihnen sich abspielt. Wenn Sie dabei sind, dann nehmen Sie nur in den Vibrationen in Ihrem Ätherleibe wahr. Und so ist es mit allen Gedanken auch. Sie denken die ganze Nacht im Bette, nur sind Sie mit Ihrem Ich nicht dabei, daher wissen Sie nicht, wie Sie da denken.

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Cite: GA 226/1923-05-19/p024 · edition original