Vierter Vortrag
Nun, in den physischen Leib kann es überhaupt nur ganz unbewußt untertauchen. Da muß es schon wiederum ins Unbewußte hineinkommen. Aber wenn es bewußt wird, wenn es durch die Vorstellungsregion durchgeht, dann tauchen die verworrenen Bilder des Traumes auf. Was bedeuten diese? Warum sind diese so wenig mit dem Leben oftmals zusammenstimmend? Weil das Ich und der astralische Leib erst probieren, in den physischen und Ätherleib unterzutauchen, sie können es nicht recht. Dieses Nichtzusammenstimmen dessen, was das Ich noch nicht kann und was es können sollte nach den weisen Einrichtungen des physischen Leibes und des Ätherleibes, drückt sich in der Verworrenheit der Aufwacheträume aus. In dem Aufwachtraum haben wir ein Bild, wie das Ich probiert, das, was es noch nicht ist, in einen gewissen Einklang mit dem physischen Leibe und dem Ätherleibe zu bringen. Und erst wenn es unterdrückt für das Wollen das Bewußtsein und untertaucht in die unterbewußte Region, wenn es also sich verläßt nicht auf seine eigene Weisheit, dann geht es wiederum hinein in den physischen Leib, ohne daß verworrene Vorstellungen zustande kommen.
Cite:
GA 226/1923-05-19/p029 · edition original