Fünfter Vortrag

GA 226/1923-05-20/p003 ·1923-05-20 · original (original)
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Man kann das Menschenwesen in der Gegenwart nicht voll beurteilen, wenn man nicht einen größeren Abschnitt ins Auge faßt, durch den hindurch sich die Menschen entwickelt haben. Denn wir müssen doch bedenken - das geht aus den übrigen Darstellungen der Anthroposophie hervor, geht auch aus den Darstellungen hervor, die ich in diesen Tagen hier schon gegeben habe -, unsere Seelen machen wiederholte Erdenleben durch, zwischen denen immer das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt liegt, so daß wir durch die verschiedensten Entwickelungsepochen der Menschheit mit unserer Seele da durchgegangen sind. Bedenkt man dieses, so muß man sich klar darüber sein, daß man das Menschenwesen ganz nur erfassen kann, wenn man einen größeren Zeitabschnitt berücksichtigt, in dem unsere Seelen wiederholt durch das Erdenleben durchgegangen sind.

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