Fünfter Vortrag

GA 226/1923-05-20/p020 ·1923-05-20 · original (original)
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Diese instinktive Erinnerung an ein vorirdisches Dasein ging verloren, indem der Mensch sich immer mehr und mehr identisch mit seinem Leibe fühlte. Und im Griechenzeitalter war für den Erdenmenschen eigentlich nur noch der Anblick des irdischen Lebens für seine instinktiven Bewußtseinsmächte da. Der Grieche lebte gerade dadurch dieses harmonische Erdendasein, daß ihm der Ausblick in die Himmelswelten des Geistes entschwunden war. Der Grieche erlangte so viel in der Bezwingung des Sinnlich-Physischen, daß ihm das Geistige mehr oder weniger aus dem Lebenshorizonte verschwunden war. Nicht mehr war da das Bewußtsein für die Menschen der zivilisierten Gegenden: Wir waren, bevor wir heruntergestiegen sind, in Gegenwart des hohen Sonnenwesens, das man später den Christus nannte.- Dunkel war es, wenn man auf den vorgeburtlichen, auf den vorirdischen Zustand hinschaute. Und das Rätsel des Todes trat auf.

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