Erste Schritte zur imaginativen Erkenntnis
Eine sehr einfache Überlegung kann dem Menschen zeigen, wie in der Welt, die ihn für seine Sinne umgibt, sein wahres Wesen, seine innere Aktivität als Persönlichkeit, als Individualität, nicht vorhanden sein kann. Denn in dem Augenblicke, in dem der Mensch durch die Pforte des Todes geht, ist er als Leichnam denjenigen Gesetzen, derjenigen Weltwesenheit hingegeben, die ihn sonst für die Sinne umgibt. Den physisch toten Menschen ergreifen die Naturgesetze, jene Naturgesetze, welche draußen in der Welt der Sichtbarkeit wirksam sind. Dann aber löst sich jener Zusammenhang, den man als Menschenorganisation zu bezeichnen hat, auf; dann zerfällt der Mensch, je nach der Bestattungsart, in kürzerer oder längerer Zeit.
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GA 227/1923-08-19/p006 · edition original