Erste Schritte zur imaginativen Erkenntnis

GA 227/1923-08-19/p016 ·1923-08-19 · original (original)
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Wir werden da auf etwas hingewiesen, was im Menschen aus dem Raume herausfällt und nur der Zeit angehört. So daß wir sagen müssen: Ist für den Menschen das Raumeserleben eines, so ist das Zeiterleben ein anderes, das immer in ihm gegenwärtig bleiben muß, denn die Erinnerung muß die Vergangenheit in ihm gegenwärtig machen, wenn sein Wesen total vorhanden sein soll. So ist das Anwesendsein in der Zeit für den Menschen etwas Unerläßliches, etwas, was er haben muß. Die Zeit als Vergangenheit ist aber niemals im gegenwärtigen Augenblicke vorhanden. Der Mensch muß sie stets für sein Erleben in den gegenwärtigen Augenblick hineintragen. Es müssen also Kräfte zur Konservierung der Vergangenheit in dem Menschen vorhanden sein, die nicht aus dem Raum stammen, die also nicht im Sinne räumlich wirkender Natur‚ gesetze aufzufassen sind, die außerhalb des Raumes liegen.

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