Erste Schritte zur imaginativen Erkenntnis
Dazwischen ist eben kein Unterschied. Die dritte Dimension fällt als Erlebnis vollständig aus. Ich werde bei späterem Anlaß davon zu sprechen haben, wie in unserer Zeit, weil man kein Bewußtsein mehr hat von diesen Dingen, die Menschen die vierte Dimension suchen, um in das Geistige hineinzukommen. Die Wahrheit ist, daß, sobald man vom Physischen ins Geistige vorschreitet, nicht eine vierte Dimension entsteht, sondern die dritte Dimension wegfällt. Und man muß tatsächlich einmal sich einleben auf diesem Gebiete in die Realität, so wie man sich ja auch in bezug auf anderes in die Realität eingelebt hat. Wie die Leute einmal geglaubt haben, daß die Erde eine Scheibe ist, und man da an irgend etwas kommt, was unbestimmt verläuft, wo die Welt mit Brettern verschlagen ist, also an das Ende gekommen ist, und wie es ein Fortschritt war, als man wußte, man kommt wiederum zum Ausgangspunkte zurück, wenn man die Erde umsegelt, so wird es ein Fortschritt sein in dem inneren Erfassen der Welt, wenn man wissen wird: Man setzt nicht erste, zweite, dritte Dimension in die vierte Dimension fort, wenn man in das Geistige geht, sondern kehrt wiederum zu der zweiten zurück. Und wir werden sehen, wie man zu der ersten sogar wieder zurückkehrt. Das ist die Wahrheit. Es zeigt sich in der äußeren Weltbetrachtung unserer Zeit, daß man in ganz äußerlicher Weise, ich möchte sagen, wie zählend nur vorgeht: Erste Dimension, zweite Dimension, dritte Dimension es muß auch eine vierte Dimension geben. Nein, man kehrt zur zweiten Dimension zurück, die dritte hebt sich auf, und man erhält eine wirkliche imaginative Erkenntnis, die zuerst vorhanden ist im eigenen Selbst wie in einem Lebenstableau, so daß man wie überschaut im gegenwärtigen Augenblicke in gewaltigen Bildern - ich werde darüber noch genauer sprechen - dasjenige, was man im Erdenleben durchgemacht hat, wie man von innen heraus dieses Erdenleben durchgemacht hart.
Cite:
GA 227/1923-08-19/p044 · edition original