Das Traumleben

GA 227/1923-08-22/p011 ·1923-08-22 · original (original)
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Es kann jemand träumen, er steigt auf einen Berg hinauf; die Bergwanderung wird immer schwieriger und schwieriger. Er kommt endlich an einen Punkt, wo er nicht weiter kann, wo sich ihm ungeheure Hindernisse entgegentürmen. Er empfindet diese Hindernisse wie etwas, was in sein Leben bedeutsam hineinragt. Gut, es kann jemand diesen Traum haben. Man könnte ihn weiter ausmalen. Aber er oder ein anderer kann einen anderen Traum haben: er bewegt sich durch den Eingang einer Höhle, die irgendwo meinetwillen in einen Bergkeller hineinführt. Er hat, nachdem er den Eingang durchschritten hat, noch etwas Helligkeit. Dann wird es immer finsterer und finsterer. Aber endlich kommt er an eine Stelle, wo es nicht nur völlig finster ist, sondern wo ihm auch entgegenkommen die furchtbarsten Kältewirkungen und dergleichen, so daß er von dieser Stelle aus nicht weiter in die Berghöhle hineindringen kann.

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