Das Traumleben
So ähnlich geht es im Vorstellen, im seelischen Erleben mit dem Traum. Sowohl der Einschlafetraum wie der Aufwachetraum nehmen sich heraus die gewöhnlichen Tageserlebnisse, lösen sie auf, geben ihnen alle möglichen phantastischen Formen, allen möglichen phantastischen Sinn; phantastisch nennen wir es vom Standpunkt des gewöhnlichen Bewußtseins aus. Es ist das ein ganz gutes Bild, die Auflösung irgendwelcher Salze in einer Flüssigkeit, für dasjenige, was seelisch-geistig eben eigentlich im Traume geschieht.
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GA 227/1923-08-22/p015 · edition original