Das Traumleben
Wenn man nun die ganzen Vorgänge des Einschlafens, Träumens, Schlafens, Aufwachens verfolgt von jenen Gesichtspunkten aus, die sich ergeben, wenn man den Weg, den ich in diesen Tagen beschrieben habe, zu der höheren Erkenntnis durch Imagination, Inspiration, Intuition hinaufsteigt in die übersinnlichen Welten, wenn man also das Traum-, Schlaf-, Wachleben von dem Gesichtspunkt dieser Erkenntnis verfolgt, so stellt sich einem etwa das Folgende dar: Der Mensch schläft hinüber aus dem gewöhnlichen Tageszustand in sein Schlafesleben, aus dem die Träume in unbestimmt chaotischer, aber auch bewunderungswürdiger, innerlich einheitlicher Art heraussteigen können. Im Bette zurückgelassen wird der physische Körper und der Ätherleib, der als das eigentlich Belebende, Gestaltende, Wachstumbewirkende den physischen Körper durchzieht. Eine Zweiheit wird im Bette zurückgelassen.
Cite:
GA 227/1923-08-22/p031 · edition original