Das Traumleben

GA 227/1923-08-22/p038 ·1923-08-22 · original (original)
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Jetzt lebt sich der astralische Leib, indem er heraustritt aus dem physischen und Ätherleib, in die übersinnliche Welt hinein, und jetzt ist er in einer anderen, in einer übersinnlichen Gesetzmäßigkeit darinnen. Der astralische Leib ist etwas ganz anderes geworden. Er hat gewissermaßen die Zwangsjacke der Naturgesetze an vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Er schläft ein, das heißt, er dringt aus physischem und ätherischem Leib heraus, und er bewegt sich in der Welt freier Gesetzmäßigkeit, die seine ihm angemessene Gesetzmäßigkeit ist. Und in was kommt er da hinein? Er kommt nun hinein in eine Welt, das heißt, er bringt uns als Menschen in eine Welt hinein, die für das Ich, für die eigentliche Ich-Organisation, die nun im astralischen Leib drinnen ist und mit ihm aus dem physischen und Ätherleib herausgeht im Einschlafen, eine freie Beweglichkeit gibt; das Ich wird frei in der Welt, in die es der astralische Leib hineingetragen hat. Jede Nacht wird das Ich in einer Welt frei, in der die Naturgesetze nicht gelten, in der das Ich frei vom Zwang der Naturgesetze schalten und walten kann. Wenn wir zwischen dem Einschlafen und Aufwachen stehen und uns unser astralischer Leib befreit hat von den Naturgesetzen, wenn nicht mehr die Gravitation, nicht mehr das Gesetz der Energie, wenn gar nichts mehr von allen diesen Gesetzen gilt in der Welt, in die wir jetzt eingetreten sind, dann ist die Bahn freigegeben für jene sittlichen Impulse, die nur hier sich, ich möchte sagen, unter dem Zwang der sinnlichen Weltordnung in der Welt ausleben können, in der wir sind zwischen dem Aufwachen und Einschlafen. In einer Welt, in der das Sittengesetz nun dieselbe Kraft und Gewalt erlangt, wie hier die Naturgesetze haben, lebt das Ich vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Und in dieser Welt kann das Ich etwas vorbereiten. Das Ich kann in dieser Welt, in der es befreit ist im Schlafzustande von den Naturgesetzen, vorbereiten dasjenige, was es dann auszuführen hat, wenn es durch die Pforte des Todes geschritten ist. Über diesen Weg vom Tod bis zu einer neuen Geburt werden wir dann in den weiteren Vorträgen zu reden haben.

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Cite: GA 227/1923-08-22/p038 · edition original