{"corpus":"steiner","locus":"GA 227/1923-08-22/p039","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Ich kann nun vorbereiten zunächst in Bildformen, in Imaginationen, die aber nicht vorgestellt werden, sondern die Kraftimpulse sind, das Ich kann vorbereiten zwischen dem Einschlafen und Aufwachen die Bilder desjenigen, was es dann in der Geistwirklichkeit zu leisten hat. Wenn es durch die Pforte des Todes getreten ist, werden nämlich die Sittengesetze so sein, wie unsere Naturgesetze hier in der physisch-sinnlichen Welt sind. Hier zwischen dem Einschlafen und Aufwachen bereitet das durch den astralischen Leib befreite Ich schon in Bildern dasjenige vor, was in Geistwirklichkeit durchgemacht werden muß zwischen dem Tode und einem neuen Erdenleben. So daß wir sagen können: Das Ich arbeitet schon, wenn auch keimhaft, wie in einem ganz kleinen Geistkeim dasjenige aus, was es dann zu leisten hat im Geist-Universum nach dem Tode. Und in dem, was das Ich in diesem Schlafzustande schon hier ausarbeitet im Bilde, liegt schon angedeutet dasjenige, was wir durch keine Naturgesetze, sondern nur durch die geistige Welt von diesem Erdenleben in das nächste Erdenleben hinübernehmen können. Die Kausalitat desjenigen, was wir als sittlicher Mensch in uns aufgenommen haben, die sittlichen Impulse können wir hier nur dadurch verfolgen, daß wir uns gewissermaßen mit einem inneren Seelengehorsam unter sie stellen. So wie das Ich sie ausarbeitet im Schlafzustande und dann weiterarbeitet zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, so gewinnen diese sittlichen Impulse dieselben Kräfte, die sonst hier Naturgesetze haben, und kleiden sich hinein in den nächsten Menschenleib, den wir im folgenden Erdenleben tragen werden als unsere sittlich-natürliche Verfassung, als unser Temperament, als unsere Charakteranlage, die man nur mit Unrecht einer bloßen Vererbung zuschreibt, die so ausgearbeitet wird, daß das Ich schon daran zu arbeiten hat im Schlafzustande, wenn es durch den astralischen Leib befreit in einer nun nicht natürlichen, sondern in einer rein geistigen Welt zwischen dem Einschlafen und Aufwachen waltet. Und so können wir sehen, wie der Mensch durch den Schlafzustand schon seine Zukunft vorbereitet, wie er sich hineinlebt in seine Zukunft.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Traumleben","site_heading":null,"date":"1923-08-22","location":null,"word_count":321,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/227/1923-08-22/p039","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/227/1923-08-22/p039"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}