Das Erleben der Weltvergangenheit

GA 227/1923-08-29/p005 ·1923-08-29 · original (original)
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Wir auf der Erde trennen heute noch die naturalistischen Urteile, die wir fällen über die Steine, über die Tiere [vom Moralischen]. Wenn wir über sie urteilen, so enthalten wir uns eines moralischen Urteiles. Wir sagen: die Natur geht nur nach einer amoralischen Notwendigkeit. Aber die ganze Welt geht nicht nach einer amoralischen Notwendigkeit. Wenn auch die einzelnen Tiere, die einzelnen Pflanzen, die einzelnen Mineralien, namentlich wenn sie betrachtet werden in ihrem abgesonderten Dasein, nicht so betrachtet werden dürfen, daß man auf sie moralische Urteile anwendet, ihre Schöpfung, die Tatsache, daß sie in der Welt da sind, ging durchaus aus kosmisch-moralischen Urteilen hervor.

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