Das Erleben der Weltvergangenheit
Dann aber blickt man zurück in eine Zeit, wo der Mensch noch mit den Sonnenwesen selber vereint war, mit der Sonnenbevölkerung, bevor sich die Sonne in der kosmischen Entwickelung von der Erde getrennt hat. Man blickt nicht zurück in diejenige Zeit, die ich in dem Buche «Geheimwissenschaft» beschrieben habe als die Sonnenzeit der Erde selber, als die zweite der Erdenentwickelungszeiten; aber man blickt zunächst zurück auf die Wiederholung dieser kosmischen Entwickelung nur im Erdendasein. Aber auf diese Wiederholung blickt man eben zurück. Und es wird gewissermaßen, wenn sich die Menschenerkenntnis durch das, was der Mensch erleben kann zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, ergänzt, die Menschheitserkenntnis zur kosmologischen Erkenntnis. Dasjenige, was Erdenentwickelung war, steigt, verbunden mit den Ergebnissen der wiederholten Erdendaseinsstufen in den menschlichen Taten, die er mit höheren Wesen zusammen vollbringt, auf. Die Vergangenheit der Erde in ihrem Zusammenhange mit dem ganzen Planetensystem, Sonne, Mond und den von ihnen abhängigen Planeten, tritt in den Taten der Menschen wiederum auf. Und aus dem, was da auftritt, formt sich der Mensch dann das Stück Zukunft, das er zunächst zu formen hat, sein nächstes Erdendasein. Aber er ist zu gleicher Zeit verwoben in das Vorbereiten all derjenigen Zukunft, die für die Welt vorbereitet wird: Jupiterdasein, Venusdasein, Vulkandasein, in die das Erdendasein übergehen wird.
Cite:
GA 227/1923-08-29/p035 · edition original