Das Einziehen des Menschen in die Epoche der Freiheit

GA 227/1923-08-31_02/p014 ·1923-08-31 · original (original)
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Wir können also die Menschheitsevolution nicht verfolgen in ihrer Wirklichkeit, wenn wir nicht auf das eingehen können, was mit dem astralischen Leib des Menschen im Verlauf der Erdenevolution geschieht. Wenn der Mensch dieses Kleinerwerden seines astralischen Leibes im oberen Teil nicht erfahren hätte, so würde das Ich nicht einen genügend großen Einfluß bekommen können. Der Mensch würde nie frei werden können. Es geschieht also dieses Kleinerwerden des astralischen Leibes zum Hervorrufen der Freiheit. Ich habe schon gesagt, die Dinge gehen nicht so, daß man fragen kann: Warum haben die Götter nicht alles so eingerichtet, daß es den Menschen gefällt? Die Götter mußten das Weltall so einrichten, daß es in sich möglich wurde, und da ruht manches gerade von dem, was den Menschen am allerwohlgefälligsten ist, auf anderem, das der Mensch, wenn er sich nicht aufklärt, nicht wohlgefällig findet. Dieses Kleinerwerden des astralischen Leibes ist mit etwas anderem verbunden. Denn von der Größe des astralischen Leibes im oberen Menschen, nicht von der Größe des ganzen, sondern von der des astralischen Leibes im oberen Menschen hängt die Stärke ab, mit der der Mensch vom Ich und vom astralischen Leib aus seinen physischen und Ätherleib beherrschen kann. So daß wirklich der Menschheit bevorstand, daß durch das Kleinerwerden des astralischen Leibes die Gesundheit der ganzen Menschheit nach und nach geschwächt worden wäre. Wir stellen uns die Menschheitsevolution nur richtig vor, wenn wir wissen, daß die Freiheit erkauft werden mußte mit einer allgemein auftretenden Krankheit, natürlich nicht in Form von Cholera oder Typhus zum Beispiel, aber in Form von allgemeiner Menschenerkrankung über die ganze Erde hin. Es ist die Freiheit nicht anders zu erkaufen, als mit einer — wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf - in gewissem Sinne Krankwerdung der ganzen Menschheit.

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