Das Einziehen des Menschen in die Epoche der Freiheit

GA 227/1923-08-31_02/p030 ·1923-08-31 · original (original)
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Wir müssen uns vorstellen den vom Süden heraufziehenden erstarrenden Christus-Impuls, die im Norden sich ausbreitenden Völkerschaften, die schon ein erstarrtes Christentum bekamen, die in ihren jungen Geisteskräften noch nicht die Macht hatten, wiederum, ich möchte sagen, aus den erstarrten Dogmen heraus zu verlebendigen dasjenige, was Ungeheures in ihnen enthalten war. Die Nachwirkungen all dieser Dinge sind heute noch da. Heute noch sehen Sie über diesen nordischen Gegenden Kräfte, die scheinbar - es ist das ja alles scheinbar - zu spät dasjenige erlangt haben, was als Christus-Impuls unten versiegt ist, was aufgenommen hat den Christus-Impuls in den erstarrten Dogmen, was aber berufen ist, aus unmittelbarer Geist-Erkenntnis heraus wiederum die ganzen Geheimnisse der Tatsache von Golgatha, des Eintretens des Christus in das Erdenleben zu finden; aber zu finden in der völligen Freiheit. Denn auch diese Tatsache, daß nach dem Jahre 333 das erstarrte Christentum aus Italien heraufgezogen ist, junge Völker herübergekommen sind, deren Nachzügler überall sind, in Rußland, Schweden, Norwegen, Mitteleuropa, in England - da überall leben heute doch die Völker noch unter diesem Impuls -, auch all dieses, daß das sich so vollzogen hat, war letzten Endes dennoch dazu da, daß die Menschen in Freiheit den Christus-Impuls ergreifen können.

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